Geldmangel verhindert eine bessere RB38

Bus & Bahn

Jusos sehen Forderung nach einer gemeinsamen Geschäftsstelle „ErftBahn“ ohne potenziellen Effekt.

Die Jusos im Südkreis begrüßen die generelle Forderung des stellvertretenden Bürgermeisters in Bergheim, Helmut Paul, nach einer engeren Zusammenarbeit zwischen dem Rhein-Erft-Kreis und dem Rhein-Kreis Neuss in der Frage der RegionalBahn38 „ErftBahn“.

„Die ErftBahn ist nicht nur ein Grevenbroicher Problem, sondern betrifft alle Orte auf der Strecke zwischen Düsseldorf und Köln“, stellt Juso-Vorsitzende Korinna Lutz fest.

Eher zweifelhaft betrachten die Jusos den zweiten Vorschlag einer interkommunalen Geschäftsstelle ‚Erftbahn’ von stv. Bürgermeister Paul. „Die Interessensvertretung, auch die der Bahngäste der RB38, liegt bei den Politikern und Gremien vor Ort“, erklärt SPD-Ratsherr Michael Grambusch. „Den Mehrwert einer solchen Geschäftsstelle sehe ich nicht“, so Grambusch weiter.

Auch der verkehrspolitische Sprecher der Jusos im Südkreis, Martin Wosnitza, spricht einer interkommunalen Geschäftsstelle einen effektiven Nutzen ab. „Die Problematik eines Ausbaus der RB38 hin zu einer S-Bahn liegt nicht in der mangelnden Überzeugungskraft des Vorhabens“, erklärt Wosnitza im Hinblick auf die Bewertung der IGVP NRW aus dem Jahre 2005. „Es liegt an den fehlenden finanziellen Mitteln auf allen politischen Ebenen“, so Wosnitza weiter.

Dabei verweisen die Jusos auf aktuelle Medienberichte, die die Streichung und Aufschiebung zahlreicher Bauvorhaben, wie z.B. den geplanten Rhein-Ruhr-Express (RRX), seitens des Bundesverkehrs-ministeriums aus finanziellen Gründen darstellen.

„Ein fatales Signal angesichts der von der Uni Münster herausgegebenen ‚Fahrplan 2025’-Studie, die bei fehlenden Investitionen einen Bahnnetzkollaps in NRW prognostiziert“, so Wosnitza abschließend.

Kommentar hinzufügen

Dein Kommentar

Bitte beachten Sie: Die Moderation der Kommentare ist aktiviert.